Archiv für Juni 19th, 2011

Kopflos renn ich durch den Tag

Bangkok ist hässlich. Ein Moloch. Es stinkt, es ist dreckig, manche Menschen nerven einfach nur! Andererseits ist es faszinierend, billig, es gibt unendlich viel zu sehen, manches will man garnicht sehen.

Mir aber egal. Erst mal raus. Zwar nur für einen Tag aber immerhin weg. Eine Tagestour bringt mich zum 120km nördlich gelegenen Ayutthaya. Ayutthya war die 2te Hauptstadt Siams, heute Thailand. Mittlerweile ist nach einigen Kriegen, wechselnden Herrschaften und sonstigen Streitereien nicht mehr so viel übrig, vom damaligen Glanz der Hauptstadt.

Obwohl. Etwas beeindruckenderes, von Menschenhand geschaffenes, ist mir auf meiner Reise noch nicht unter die Augen gekommen. Und obwohl ich schon einmal hier war, kommt mir nichts bekannt vor, bzw: ich staune erneut. Leider können die Fotos den WOW-effekt wohl nicht so gut rüberbringen, genauso wenig wie die Hitze. Die Sonne scheint ungebremst auf mich, die Temperaturen liegen um die 35° Celsius, die Luftfeuchtigkeit bei fast 100%.

So machts richtig Spaß, das T-Shirt hier täglich zu wechseln wäre sinnlos. Nach 10 Minuten ist die ganze Kleidung durch.

Zurück zu meine Trip. Morgens um 7 gehts in Bangkok los. Der Van holt mich ab, und wir fahren zum ersten Tempel. der liegt noch etwas außerhalb, und ist eher so medium spektakulär. Hier stellt sich auch heraus, das unser “Englischsprachiger “ Guide hat scheinbar 2 Englischstunden über sich ergehen lassen. ich versteh fast nix. Dann gehts weiter zu nem liegenden Buddha aus Stein, jeder darf brav 5 Minuten lang Fotos machen. Dann noch schnell zu ne Meditationstempel, wo man sich frei bewegen soll, so viel spannendes gibts hier nicht zu sehen, außer mal wieder nen liegenden Buddha.

Mittagessen an nem kleinen Restaurant an nem verdreckten Fluss. dann zum eigentlichen Zentrum: Türme, Mauer und vor allem, Buddhastatuen, denen der kopf abgetrennt wurde, und die arme, manchmal nur die Nase. Raubzüge aus den verschiedenen Auseinandersetzungen der vergangenen Jahre.

Foto hier:

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Das bin nicht ich, der Tempel ist so schepp

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Einer der Tausend Hunde die in Ayutthaya rumstreunen

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Bekannt

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Den hats wohl ganz dolle erwischt

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Das gelbe ist Stoff. Die Wickeln ihre Gebäude in Stoff ein

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Den hätte man ja schlecht da rausholen können

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Das tolle an diesen Kindern: sie wollten mir nix verkaufen und es hieß niemals: 1 DALLA 20 Baht!

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jetzt versucht ers mim Buddhismus

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Hier liegt die Asche von den Königen von Ayutthaya

Erstellt am Sonntag 19. Juni 2011
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“I’m afraid Bangkok has him now…”

Gut, dass ich mir vorher noch den Film angucken war.

Also “endlich” wars dann soweit. Montagmorgen fahren die glorreichen 3 wieder nach Süden Richtung Brisbane. Ein Date mit Max Pütz wird vereinbart, und so trifft man sich um halb 11 morgens im Brewhouse in Brisbane, zu Bier und Kartoffelwedges. Außer uns sind nur noch über 65-jährige Alkoholiker da, die Pferderennen gucken. unser Grund des Besuchs: zu sehen wie der (Achtung: folgender Begriff kam mir in den USA zu Ohren und ich distanziere mich von jeglichen politischen Äußerungen, die damit verstanden werden könnten!!!) “Fadeaway-Führer” die Dallas Mavericks zum langersehnten Titel führt. Ganz große Klasse. Kleiner Scherz am Rande: “I asked Lebron James if he could split up a Dollar. He said ‘Sure’ and gave me 75 cent. I asked where my last nickel is and he said ‘I’m Sorry, i don’t have a fourth quarter’”

Nach dem Spiel haben Sander und Vadim sich dann gleich wieder au Richtung Norden gemacht. Die müssen ja ihr Boot auf die Whitsunday Islands noch kriegen. Ich bin mit Pütz in die Uni gegangen, und gewartet, bis der letzte Zug zum Flughafen fährt. das war um halb 7, und um 7 kommt der dann an. Mein Flug geht um 23:45. Ich kam also noch gerade so rechtzeitig 4 Stunden und 30 Minuten früher an.

Warten, Steckdose suchen, Film gucken. Einchecken, zu Gate, warten, How i met your mother gucken. Einsteigen losfliegen, schlafen, Singapur umsteigen, schlafen, ankommen, Immigration,Gepäck holen, verloren dumm rumstehen.

Scheiße. bangkok. Keine Ahnung was wo ist, welcher Stadteil angepeilt werden soll, wo es Hostels gibt, wie man reinkommt. Information bekommt man gottseidank nirgendwo.

DA! Da ist eine mit nem Rucksack so wie ich. Schnell hin, “Hey, I’m lost. Do you mind if I join you?”

Kein Ding. mit ihrer Freundin gehts dann nach Bangkok in die Khao San Road. Bekannt, als die Straße mit der vermutlich höchsten Backpackerdichte weltweit. Jede hier bekommt man alles, was nicht original ist. Hitze Schlägt mir entgegen, als ich aus dem auf -10°C  runtergühltem Taxi aussteige. Bangkok. Das erste was mir hier in die Augen springt: Burger King und KFC. War ja klar. danach aber schon der erste TukTuk-Fahrer: “Hello TukTuk Guesthouse? CheapCheap!” Ne du lass ma stecken. der einfachheit halber bleibe ich auf der Khao San, in nem Guesthouse. Eigenes Bad und Klima. Fernsehn, aber kein Internet, dafür Pool auf der Dachterasse.

Erst mal ankommen. Zumindest versuch ich das. Das letzte mal war Bangkok gezähmt. Ich wurde vom Shuttle ins Hotel gebracht, vom Shuttle abgeholt, und vom Shuttel überall hingebracht. ich musste mir keine Sorgen machen, wo was ist, wie ich hinkomme, wo ich als nächstes bleibe.

Diesmal ists anders. Bangkok schlägt mir voll auf dir Fresse. Zack. Schnell nochmal ins Zimmer und überlegen, was ich jetzt am besten mache. erst mal die nähere umgebung abchecken. Langsam luge ich um die Ecke von der Hoteltür. Ne, nen Anzug will ich nicht. wie soll ich den denn im Rucksack transportieren. Dann noch ein paar Schritte auf die Khao San und schon wieder. Der nächste Schwinger den Bangkok mir verpasst. Hitze, TukTukfahrer, die einen über Ohr hauen wollen. Supermarkt? Gibts hier nicht. Nur 7/11 fürs nötigste.

Also wird sich einfach mal an den Pool gelegt, um zu akklimatisieren.  Abends nochmal rausgewagt. Diesmal keine Attacke. Ich nutze die Gelegenheit und schlage zu. Flip-Flops für 2,50. Das ist doch mal ein Anfang. Dann Abendessen für 50 Cent, besser als alles, was einem Thairestaurants in Deutschland andrehen. Noch ein Bier, in ner dunklen Nebenstraße, free Wifi gibts hier auch.

Am nächsten Tag wird Bangkok bezwungen. Der Königspalst plus zugehörigem Tempel. Was hat er zu bieten: alles, was ich schonmal gesehen habe, nervende koreanische, chinesische und japanische Reisegruppen (die Chinesen rotzen und furzen um die Wette) Ein Anblick ists aber allemal Wert.

Danach gehts direkt nebenan zum Wat Po. Ne mächtig großer liegender Buddha. Mehr aber auch nicht.

Heiß. Viel zu heiß. Ins Hotel, abkühlen, wird aber nix drauß. Mit dem komischen Iren Ian gehts in die Sukhumvit, wo die ganzen riesen Malls ihre Waren anbieten.

Der TukTukfahrer lässt sich von 5 auf 1,50 euro runterhandeln. Wir müssen ihm aber versprechen, uns einen Laden an zu gucken, bevor er uns zur mall bringt. Klar kein Ding. Irgendwo, wo sonst kein anderes Geschäft ist, setzt er uns an nem Schneiderladen ab. “Suit? Cheap Suit for you?” ne Danke. Wir haben unser Versprochen gehalten, und wollen jetzt zur Mall, aber anscheinend haben die 30 Sekunden, die wir in dem Laden verbracht haben nicht ausgereicht, und unserer Fahrer verschwindet, ohne einen Pfennig von uns zu nehmen.

Also ein Taxi nehmen und endlich bei den Malls ankommen. Das gesuchte Objektiv für die Kamera gibts nirgendwo mehr. und auch sonst fühlt man sich in den Malls eher wie in den USA, als denn in Thailand, vor allem, was die Preise angeht.

 

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Mauern des Königspalasts.

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Pagode. das ding ist so etwa 12m meter hoch

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“Schöne” Wandmalereien haben sie auch

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Die Dächer der StadtP1080006

Deteilreichtum an jeder Ecke

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Die 3 Pagoden des Tempels

Königspalast.

Da lässts sich leben.

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Ordentlich am chillen der Kerl

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TukTuk

Erstellt am Sonntag 19. Juni 2011
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