Aber über Nazis redet jeder…

Achtung: der folgende Artikel kann verstörende, nicht jugendfreie Texte und Bilder enthalten!

Dunkelheit. Der Knöchel wird von einer Eisenschelle nahezu zu Brei verarbeitet. Links eine Mauer, rechts eine Mauer. Platz zum ausbreiten hat man nicht. Kann man auch nicht. Angekettet, schlimmer als jedes Tier, auf 1m²; wenn überhaupt. Die glücklichen haben Einen Fensterplatz und bekommen noch die Sonne zu sehen. Hier wartet man nur. Man wartet auf den Tod.

S-21. Das Gefängnis des Pol Pot Regimes, in welches die Gefangenen gebracht wurde, wo sie unter grausamster Folter befragt wurden, nur um am Ende erschossen zu werden. Wenn man Glück hatte. Munition war nämlich teuer und rar, also wurden die meisten mit Stumpfen Messern und Knüppel zu Tode geprügelt. Wer würde denken, dass dies mal eine Schule war, wo die Zukunft eines Landes ausgebildet wurde.

Ein verstörender Ort. Vielleicht liegt es unter anderem an ihm, dass ich Phnom Penh, die 2 Millionen Hauptstadt Kambodschas, so schnell wie möglich verlassen will. Vor 40 Jahren, als die Roten Khmer einmarschiert sind, war es eine Geisterstadt. Jeder wurde aus den Städten aufs Land vertrieben, um als hirnlose, undenkende Arbeitsmaschine Nahrung fürs Volk zu produzieren. Pol Pots Idee des ultrakommunistischen Agrarstaates. fast 4 Jahre hat es geklappt, bis die Vietnamesen all dem ein Ende setzten.

Spuren sind heute noch zu sehen. Die Killing Fields etwa, wohin die Leute deportiert wurden, um ermordet zu werden. Entfernt von allem wertvollen, wo Verwesung keinen Schaden anrichten kann. Hier hat Pol Pot Reinigung des Volkes am krassesten gegriffen. Er wollte den Kambodschanischen Arier ohne eigenen Willen.

 

Heute Zeigt sich Phnom Penh als ein angehendes Bangkok. Viele Firmen siedeln sich an, die Stadt wächst. Eine Struktur ist im Kern noch zu erkennen. Wie in New York sind die Straßen durchnummeriert. Als Außenstehender hat man trotzdem kaum Durchblick. die Nummerierung ergibt kaum Sinn. Orientierungspunkte sind der Königspalast, Pagoden und die berühmten Märkte. Der Russian Market, wo man von handgearbeitetem Schund, bis hin zu handgearbeitetem Schmuck aus Gold mit Brillanten so einiges findet. Wer will kann sich hier auch alle Komponenten kaufen, die zum bau eines Mopeds nötig sind. Wirklich ALLES. Vermutlich lässt sich auch ein Panzer oder eine Atombombe hier zusammenbauen. Ich meine wer will, kann auch für ein paar Dollar eine Panzerfaust abfeuern, oder wie wild mit einer AK-47 um sich ballern. Außerhalb der Stadt in einer “sicheren” Umgebung versteht sich! Der Traum eines angehendes Amoklä…. entschuldigt, harmlosen Computerzockers. Ich verzichte drauf.

Genug von den Großstädten. Ein Busticket aufs Land nach Kampot bitte. Dahin wo der Pfeffer wächst!

 

 

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Ist doch nun wirklich nicht so schwer diese einfachen Regeln zu befolgen…

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Früher Klassenzimmer, danach Folterkammer. Kaum eine Veränderung mag manch einer denken

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Da schickt man sich doch besser…

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Jedes Gefängnis in Deutschland ist ein Hotel im Vergleich dazu

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Funde auf den Killing Fields

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Es ging noch weiter hoch

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Hat doch was von nem KZ

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Verdrängung ist eine Methode um etwas zu bewältigen…

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Wie vielfältig Bäume doch eingesetzt werden können!

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